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  Wunschkind Teil 1/1
  - Ursachen & Möglichkeiten
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  Natürlich zum Wunschkind

Für viele glücklich verliebte Paare ist erst mit einem oder mehreren Kindern die Familie komplett. Manchmal aber lässt das Wunschkind auf sich warten. Nicht immer hat dies medizinische Gründe, oft spielt einfach Unkenntnis eine Rolle oder Stress, psychische Probleme, falsches Timing, ungesunde Ernährung etc. Zu Gast in der heutigen Sendung war der Gynäkologe Dr. Ulrich Noss, der erzählte, wie man auf natürlichem Wege doch noch Kinder bekommen kann – und denken Sie jetzt nicht, DARÜBER wüssten Sie bereits alles.

Die Fortpflanzung und der weibliche Zyklus

Die Hormone der Hirnanhangsdrüse wirken auf die weiblichen Sexualorgane und lassen in den Eierstöcken Eibläschen (Follikel) heranwachsen. Im Follikel werden fast gleichzeitig Östrogene und das Gelbkörperhormon gebildet, die für den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut sorgen und den Gebärmutterhals (Cervix) einige Millimeter öffnen. Ausserdem sorgen sie im Gebärmutterhals für die dort nötige Schleimbildung.

Ein rascher Hormonanstieg ca. am 13. Tag des weiblichen Zyklus löst den Eisprung aus. Das Follikelbläschen platzt, der Eileiter fängt das Ei aus dem Eierstock auf und befördert es in Richtung Gebärmutter. Der verbleibende Follikel wandelt sich in den sogenannten Gelbkörper um. Das Ei ist nun für etwa 24 Stunden reif und befruchtungsfähig, wobei die männlichen Spermien wiederum bis zu vier Tage in der Gebärmutter der Frau „überleben“. Im Eileiter wird die Eizelle von einem Spermium befruchtet, das mit Hilfe des Cervixschleimes seinen Weg durch den Gebärmutterhals gefunden hat und durch die Gebärmutterhöhle und den Eileiter gewandert ist. Auf dem Weg des Eis in die Gebärmutter finden bereits die ersten Zellteilungen statt, und so kommt der Embryo am sechsten bis siebenten Tag nach dem Eisprung in der Gebärmutter an, wo er sich in der vorbereiteten Gebärmutterschleimhaut einnistet.

Von diesem Moment an werden Signalstoffe an den mütterlichen Organismus abgegeben, die zunächst für den Erhalt des Gelbkörpers sorgen. Dieser bildet das Hormon Progesteron aus, das für den Erhalt der Schwangerschaft verantwortlich ist. Ein neues Leben entsteht. Wenn das Ei nicht befruchtet wurde, so geht der verbleibende Gelbkörper nach einigen Tagen zugrunde. Dadurch fällt der Progesterongehalt im Blut, der Körper erkennt, dass keine Schwangerschaft vorliegt und es kommt zum Abbluten der Gebärmutterschleimhaut, der Monatsblutung. Dies ist der Beginn des neuen Monatszyklus.

Es gibt demnach nur einige wenige Tage im normal ablaufenden Zyklus einer Frau, an denen sie befruchtungsfähig ist. Jede Frau kann nun anhand bestimmter Signale erkennen, wann ihre fruchtbaren Tage sind und ihre Lebens- und Liebesgewohnheiten ein wenig danach richten.

Die Temperaturmethode

Beim Eisprung steigt durch die Ausschüttung des Gelbkörperhormons die Körpertemperatur merklich an. Wenn man diesen Anstieg beobachten kann, so kann man günstige Tage für die Zeugung ausmachen. Am sinnvollsten ist es hier, die Temperatur über einen längeren Zeitraum hinweg zu messen. Es sollen weniger kurzfristige Schwankungen ausgemacht werden, als vielmehr anhand einer kontinuierlichen Temperaturkurve die Tage mit erhöhter Messung deutlich werden. Fragen Sie Ihren Frauenarzt nach Karten, in denen Sie die Messergebnisse eintragen und so über den gesamten Zyklus die Entwicklung ablesen können. Es gibt im Laufe des Zyklus zwei Temperaturniveaus. Vor dem Eisprung in der ersten Zyklusphase ist es etwas niedriger, um den Eisprung steigt es um mindestens 0,2° C an.

Der Eisprung findet in einem Zeitraum von zwei Tagen vor der Temperaturerhöhung bis zu einem Tag nach dem Anstieg statt. Da die Temperatur im Laufe des Tages schwankt, sollte sie immer zur gleichen Tageszeit, am besten morgens gemessen werden, damit die Werte der einzelnen Tage miteinander vergleichbar sind. Messen Sie im After, dort sind die Werte am genauesten und tragen Sie die Temperatur auf ein halbes Zehntel genau in den Kalender ein. Grobe Abweichungen von der zu erwartenden Messtemperatur können durch verschiedene Störungen, wie z.B. zu kurze Nachtruhe, Aufregung, Umgebungswechsel oder ungewohnten Alkoholgenuss verursacht werden. Diese starken Schwankungen (Spitzen in der Kurve) sollten dann beim Ablesen der Zyklustemperatur ausgeklammert werden.

Wenn ein Eisprung stattgefunden hat, ist in der Zyklusmitte ein deutlicher Temperaturanstieg zu erkennen. Dieser Temperaturanstieg hat einen Fortbestand über mindestens 11 Tage. Die günstigen Tage für eine Befruchtung liegen demnach direkt vor und während der ersten zwei Tage des Temperaturanstiegs, denn idealerweise sollte das Paar etwa zum Zeitpunkt des Eisprungs Geschlechtsverkehr haben.

Beobachtung des Cervixschleimes

Der Gebärmutterhals (Cervix) muss unter anderem dafür sorgen, dass keine Fremdkörper oder Bakterien über die Scheide in die Gebärmutter gelangen. Das heisst aber auch, dass die männlichen Samen den geschlossenen Gebärmuttermund und den zähen Schleim im Gebärmutterhals nicht einfach passieren können.

An wenigen fruchtbaren Tagen um den Eisprung jedoch öffnet sich der Gebärmuttermund um einige Millimeter. Auch das Sekret, das im Gebärmutterhals gebildet wird ist in dieser Zeit besonders reichlich vorhanden und von besonders dünnflüssiger Konsistenz, damit die Spermien in den Gebärmutterhals gelangen und durch den flüssigen Cervixschleim in die Gebärmutter hochschwimmen können. Wenn die Frau also ein wenig beobachtet, welche Farbe und Konsistenz die Sekrete in ihrer Scheide haben, so kann sie die für die Fortpflanzung günstige Phase recht einfach ausmachen. Während der Eibläschenreifung fühlt sich die Scheide eher trocken an, während des Eisprunges bildet sich flüssiger, glasig weisslicher Schleim, die Scheide fühlt sich nass an. In der Gelbkörperphase, wenn die Körpertemperatur noch hoch ist, nimmt das feuchte Gefühl wieder ab und die Scheide wird wieder trockener.

Andere Signale

Einige Frauen können ein Spannungsgefühl in ihrer Brust ausmachen, das ungefähr mit dem Eisprung beginnt und anhält bis zur Regelblutung. Da dieses Symptom aber nicht immer auftritt, eignet es sich nur schwer, um exakt die fruchtbaren Tage zu erkennen.

Viele Frauen nehmen auch ein weiteres Fruchtbarkeitszeichen wahr. Meist wird es beschrieben wie ein nicht genau lokalisierbarer Schmerz im Unterbauch (aus der rechten oder linken Bauchhälfte) oder ein leichtes Ziehen in der Leiste. Es kann in kurzen Schüben kommen, oder auch einige Tage anhalten. Dieses Ziehen endet, wenn der Follikel platzt, wenn das Eibläschen also kurz vor dem Zerreissen ist und der Eisprung stattfindet. Paare, die sich ein Kind wünschen, sollten diesen Schmerz möglichst genau beobachten, da er meist genau an den fruchtbarsten Tagen auftritt.

Schliesslich lässt sich der Beweis für fruchtbare Tage auch ganz handfest liefern. In der Apotheke sind Eisprung-Tests erhältlich, die wie Schwangerschaftstest an einem Tropfen Urin ausweisen, ob die Testperson fruchtbar ist oder nicht.

Frühzeitige Familienplanung

In den letzten Jahren ist die Zahl der Paare, die ungewollt kinderlos blieben angestiegen. Man geht davon aus, dass heute in Deutschland jede siebte Partnerschaft davon betroffen ist. Gleichzeitig ist das Alter der Mütter angestiegen. Mit der Pubertät beginnt die fruchtbare Lebensphase der Menschen. Bei der Frau dauert sie ca. vier Jahrzehnte und endet mit den Wechseljahren. Bis dahin nimmt die Chance der Frau schwanger zu werden mit zunehmendem Alter ab und beträgt zwischen 30-40 Jahren nur noch 10-30 Prozent. Die statistisch besten Chancen schwanger zu werden hat die Frau in ihrem dritten Lebensjahrzehnt, also zwischen ihrem 20 und 30. Lebensjahr.

Männer sind theoretisch ihr ganzes Leben lang zeugungsfähig, allerdings nimmt die Qualität der Samen mit zunehmendem Alter ab. Natürlich ist es schwer, sich schon in jungen Jahren konkrete Gedanken über die Familienplanung zu machen, aber die biologische Uhr bleibt nicht stehen: Eizellen werden bei der Frau schon in der Embryonalzeit angelegt, d.h. sie werden im Laufe der Jahre immer älter und die Quantität sowie die Qualität verringert sich. Selbst wenn es einen regelmässigen Eisprung auch in den mittleren Jahren noch gibt, kann es eventuell nicht zu einer Schwangerschaft kommen.

Störfaktoren

Auch Faktoren, die die Lebensgewohnheiten betreffen, beeinflussen die Fruchtbarkeit. Zum Beispiel wird der Eisprung durch das Hormon Melatonin verursacht, dass im Schlaf gebildet wird. Man sollte daher darauf achten, den Tag-Nacht-Rhythmus nicht zu stören und von exzessiven Vergnügungen bis in den frühen Morgen absehen. Auch sollte man sein Leben im ganz normalen Rhythmus weiterleben und nicht alle Gewohnheiten nach dem Kinderwunsch ausgerichtet werden. Bekannt ist auch der negative Einfluss von Alkohol und Rauchen auf die Fruchtbarkeit beider Geschlechter. Starker Alkoholkonsum beeinträchtigt beim Mann Menge und Qualität der Samen, bei Frauen die Regulation des Zyklus.

Fruchtbarkeit ist ein veränderlicher Zustand, sie schwankt im Laufe des Lebens, weil sie nicht nur biologisch begründet ist, sondern von zahlreichen körperlichen und seelischen Faktoren beeinflusst wird. Eine Schwangerschaft kann unmöglich werden, wenn der Mann oder die Frau körperlich oder seelisch stark belastet sind. Auch die unerfüllte Erwartung einer Schwangerschaft kann eine solche seelische Belastung darstellen. Ist ein Paar dann gedanklich nicht mehr so auf eine Schwangerschaft fixiert, tritt sie oft spontan ein. Geschlechtsverkehr reicht für eine Schwangerschaft nicht aus. Die Seele muss mitspielen. Hemmungen, Ängste und unbewältigte Konflikte können geradezu empfängnisverhütend wirken. Der Körper reagiert auf solche seelischen Belastungen oft mit nachweisbaren Veränderungen wie Hormonverschiebungen oder Muskelverkrampfungen. Man sollte sich also bemühen, alle psychischen Störfaktoren auszuräumen. Auch andere Einflüsse können auf den Körper einwirken. Zum Beispiel sind Fruchtbarkeitsstörungen bei Bewohnerinnen von Ballungsräumen häufiger und auch Menschen, die häufig unter Stress stehen, z.B. am Arbeitsplatz, leiden öfter darunter. Auch die Ernährung spielt eine wichtige Rolle. Gerade junge Frauen, deren Zyklus noch nicht stabil ist, sind anfällig für ernährungsbedingte Einflüsse.

Unregelmässiger Zyklus und Sterilität

Nach einem Absetzen der Pille erwarten viele Paare den sofortigen Eintritt der Schwangerschaft. Tatsächlich kann es aber einige Zeit dauern, bis sich der Zyklus der Frau nach der Pille wieder normalisiert. Gerade bei Frauen, die bereits in jungen Jahren (noch bevor ihr natürlicher Zyklus stabil war) mit der Einnahme der Pille begonnen haben, treten nach dem Absetzen vermehrt Unregelmässigkeiten auf.

Wichtig ist, Störungen im Zyklus zu erkennen. Schliesslich kann man gemeinsam mit seinem Gynäkologen versuchen, der Natur mit der Einnahme von Hormonen, die Eisprünge ankurbeln und kleine Störungen beheben auf die Sprünge zu helfen.

Sollte nach zwei Jahren regelmässigem, ungeschützten Geschlechtsverkehr noch keine Schwangerschaft eingetreten sein, so definiert die Weltgesundheitsorganisation, kann man von Sterilität ausgehen. Hierfür kann es verschiedene organische Ursachen geben.

Es ist vor allem wichtig, grobe Störungen zu erkennen. Ist zum Beispiel der Zyklus sehr unregelmässig oder es gibt gar keine Blutung oder stets sehr grosse Schmerzen bei der Menstruation, so kann eine organische Ursache vorliegen.

Organische Ursachen

Erkrankungen aus früheren Jahren können viele Körperfunktionen stören, auch die Fortpflanzung. Ein Beispiel hierfür ist die Kinderkrankheit Mumps. Diese Infektion kann bei Männern eine Hodenentzündung auslösen und Schäden hinterlassen. Organische Ursachen der Kinderlosigkeit sind in gleichem Masse bei Mann und Frau verteilt.

Wenn eine Störung beobachtet wird, so sollte in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden. Es gibt viele Methoden, wie z.B. eine Eileiterspiegelung, mit der die genauen Ursachen erkannt und auch behoben werden können.

Die häufigsten Ursachen sind:

Bei der Frau:

  • Verschluss des Eileiters durch Entzündungen

  • Fehlbildungen in der Gebärmutter

  • Entzündungen des Gebärmutterhalses

  • Endometriose, eine Erkrankung, bei der Gebärmutterschleimhautzellen ausserhalb der Gebärmutter wachsen

  • Hormonelle Störungen und damit verbundene gestörte Eizellreifung


Beim Mann:

  • Gestörte Reifung des Samens durch Hodeninfektion oder Hodenverletzung
  • Behinderung der Samenwege
  • Entzündungen der Prostata
  • Gestörte Hodenfunktion, die Ursache für zu niedrige Spermienzahl und
  • eingeschränkte Beweglichkeit
  • Bakterielle Verunreinigung des Samens

 

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  Ungewollt kinderlos - Hoffen auf ein Baby

Wann spricht man von Unfruchtbarkeit und welche Ursachen könnte sie haben?

Nach Schätzungen beträgt der Anteil ungewollt kinderloser Paare in den westlichen Industrieländern 15 Prozent. Die Ursachen für die Unfruchtbarkeit sind dabei keineswegs - wie in früheren Jahrhunderten angenommen - ausschliesslich bei der Frau zu suchen, sondern zu einem etwa gleich hohen Prozentsatz auch beim Mann. Sie liegen bei beiden etwa um 30 Prozent. Bei weiteren 30 Prozent sind beide Partner unfruchtbar und bei rund 10 Prozent lässt sich keine Störung finden (unerklärbare oder "idiopathische Sterilität").

Den Begriff der „Unfruchtbarkeit“ hat die Weltgesundheitsorganisation streng definiert: Sie spricht dann von Unfruchtbarkeit, wenn ein Paar ein Jahr lang mindestens einmal in der Woche ungeschützten Verkehr hat und die Partnerin trotzdem nicht schwanger wird.

In einem solchen Fall sollte das Paar nicht zu viel Zeit verstreichen lassen und die möglichen Ursachen zunächst beim Frauenarzt/in abklären lassen.

Bei der Frau sollte abgeklärt werden:

- ob hormonelle Störungen vorliegen,
- ob fehlende, verschlossene, unbewegliche oder funktionsuntüchtige Eileiter
- oder ein gestörter Gebärmutterschleimhautaufbau gestörte Schleimbildung eine Schwangerschaft unmöglich machen
- oder eine Endometriose (Ansiedelung von Gebärmutterschleimhaut ausserhalb der Gebärmutter) vorliegt.

Frauen sollten mindestens drei Monate lang eine Temperaturkurve fÜhren, um zu Überprüfen, ob bei ihnen Überhaupt ein Eisprung stattfindet.

Parallel dazu sollte der Mann folgendes beim Andrologen oder Urologen Überprüfen lassen:

- die Qualität des Spermas (Anzahl, Beweglichkeit)
- die Durchlässigkeit der Samenwege
- seine Hormonwerte und die äussere Erscheinung der Genitalien

Aber es kann auch am Zusammenspiel von Eizelle und Sperma liege, wenn ein Paar kein Kind bekommt. Zum Beispiel bei der „immunologischen Sterilität“, bei der die Frau Antikörper gegen Ei-, Samenzellen oder den Embryo entwickelt.

Auch psychisch bedingte Störungen können bei beiden Partnern Ursache dafür sein, dass es nicht zu einer Schwangerschaft kommt.

Worauf Paare mit Kinderwunsch achten sollten:

Schränken Sie Ihren Alkoholkonsum ein. Schon 5 Gläser Bier pro Woche können die Fruchtbarkeit von Frauen deutlich mindern. Beim Mann kann chronischer Alkoholkonsum zu schweren hormonellen Störungen fÜhren. Geben Sie das Rauchen auf Versuchen Sie, Ihr Normalgewicht zu erreichen. Über- und Untergewicht stehen einer gesunden Schwangerschaft im Wege Wenn Sie gestresst oder zu stark psychisch oder körperlich belastet sind, stellt sich der Körper gegen eine Schwangerschaft ein.

Natürliche Wege zum Wunschkind:

Professor Dr. Ingrid Gerhard, Leiterin der Ambulanz für Naturheilkunde an der Universität in Heidelberg hat sich auf alternative Behandlungsformen ungewollter Kinderlosigkeit spezialisiert. Und das mit Erfolg: In Studien zeigte sich, dass sowohl die homöopathische Therapie als auch die Akupunkturbehandlung bei vielen Frauen, die unter Hormonstörungen oder Endometriose leiden doch noch eine Schwangerschaft ermöglichen. Selbst bei Männern könne die homöopathische Therapie die Spermaqualität verbessern, sagt die Gynäkologin, die sich auch mit der Ernährung und möglichen Umweltbelastungen ihrer Patienten und Patientinnen beschäftigt. Hier wird entsprechend beraten oder gegebenenfalls eine Ausleitungstherapie von Schwermetallen mit Vitaminen verordnet. Einmalig an dieser Ambulanz ist in Heidelberg die Möglichkeit, sowohl auf naturheilkundliche Verfahren als auch auf die schulmedizinischen Einrichtungen zurÜckzugreifen, sofern dies erforderlich ist.

Verschiedene Arten der kÜnstlichen ("assistierenden") Befruchtung:

Samenübertragung (Insemination)
Bei diesem Verfahren wird Über mehrere Tage per Ultraschall die Reifung des Eies im Eierstock beobachtet und zum Zeitpunkt des Eisprunges das Sperma des Mannes mit einem Katheter direkt in die Gebärmutterhöhle gespült. Die Reifung des Eies und der Eisprung können mit Hormonen unterstützt werden. Dieses Verfahren ist dann sinnvoll, wenn das Spermiogramm leichte bis mässige Einschränkung aufweist.

In-vitro-Fertilisation (IVF)
Wenn Ei und Samen im Körper nicht zusammenkommen können, weil zum Beispiel die Eileiter der Frau nicht durchgängig sind, gibt es heute die Möglichkeit, das Ei direkt aus dem Eierstock zu entnehmen (Follikelpunktion) und im Reagenzglas mit dem Sperma verschmelzen zu lassen. Gelingt diese Verschmelzung, teilt sich die befruchtete Eizelle ein- oder mehrmals und wird dann als zwei- bis achtzelliger
                     Embryo zwei bis vier Tage nach der Entnahme wieder in die
                     Gebärmutter eingespÜlt, wo er sich dann wie bei einer
                     normalen Befruchtung einnisten soll. Um gleich mehrere
                     Eizellen gewinnen zu können, wird die Eireifung hormonell
                     stimuliert. Auch der Eisprung wird 36 Stunden vor der
                     Eientnahme hormonell ausgelöst. Werden mehrere Eizellen
                     befruchtet, dÜrfen in Deutschland bis zu drei Embryonen
                     gleichzeitig in die Gebärmutter eingesetzt werden. Statistisch
                     gesehen sind etwa 20 Prozent der Schwangerschaften
                     Zwillings- und 1 Prozent Drillingsschwangerschaften.
                     Werden mehr Eizellen befruchtet, können sie eingefroren
                     werden (siehe Kryokonservierung)

                    Intra-Cytoplasmatische Sperma-Injektion (ICSI)
                     Wenn ein schlechtes Spermatogramm beim Mann vorliegt, (z.
                     B.l die Beweglichkeit der Samen eingeschränkt ist), gibt es die
                     Möglichkeit, die Samenzelle direkt in die Eizelle einzuspritzen.
                     Dabei erfolgt die Stimulation und Eizellgewinnung wie bei der
                     IVF-Behandlung.

                    Gefrierkonservierung von Eizellen (Kryokonservierung)
                     Werden bei IVF- oder ICSI- Behandlung mehr als drei Eizellen
                     befruchtet, können diese im sogenannten Vorkernstadium
                     (Samen und Eizelle sind verschmolzen, aber die Zellkerne
                     noch nicht) eingefroren werden, um sie später wieder aufzu
                     tauen und einzuspÜlen. So wird der Frau eine weitere
                     Hormonstimulation und Punktion erspart. Doch etwa nur zwei
                     Drittel der befruchteten Eizellen Überstehen den Vorgang.

Weitere Begriffe und Verfahren:

                    Übertragung von Ei- und Samenzelle in die Eileiter (GIFT
                          - Intratubarer Gametentransfer)
                     Bei dieser Methode werden Ei- und die Samenzellen
                     voneinander getrennt, aber gleichzeitig in den Eileiter
                     eingespÜlt. Dort findet dann die Befruchtung statt.

                    MESA (Microchirurgische epididymale Spermienaspiration)
                          und TESE (testikuläre Spermienextraktion)
                     Findet der Arzt in der SamenflÜssigkeit des Mannes keine
                     oder kaum Samen, kann der Urologe die Spermien mit einem
                     kleinen operativen Eingriff direkt aus dem
                     Nebenhodenkanälchen gewinnen (MESA).
                     Bei TESE erfolgt die Samengewinnung aus dem
                     Hodengewebe. In beiden Fällen wird die Eizelle mittels ICSI
                     (s.o.) befruchtet. Überzählige Samenzellen können
                     eingefroren ebenfalls und fÜr eine spätere ICSI- Behandlungen
                     verwendet werden.

                    Immunologische Behandlung
                     Erfolgte bei einer Frau nach mehreren IVF oder
                     ICSI-Behandlungen trotz ansonsten einwandfreier Reaktion
                     keine Einnistung, lohnt es sich, eine immunologische
                     Behandlung in Erwägung zu ziehen: denn es besteht
                     inzwischen kein Zweifel mehr, dass das Immunsystem der
                     Frau bei der Empfängnis und der Schwangerschaft eine
                     wesentliche Rolle spielt. Störungen des Immunsystems
                     fÜhren nach dem Transfer des Embryos dazu, dass der
                     Embryo sich nicht einnistet oder abstirbt.
                     Informationen dazu erhalten Sie in der Frauenklinik Dr.
                     Krüsmann (Schmiedwegerl 2-6, 81241 München, Tel:
                     089-82099100).

Die Erfolgsaussichten:

                     Die Wahrscheinlichkeit, durch IVF oder ICSI schwanger zu
                     werden, liegen heute je nach Alter der Frau zwischen 20 und
                     40 Prozent. Schwanger zu sein, heisst jedoch in vielen Fällen
                     noch nicht, auch wirklich ein Kind zu bekommen. Hat sich der
                     Embryo eingenistet, unterliegt er der normalen
                     Fehlgeburtenrate, die bei etwa 20 bis 25 Prozent liegt.

Die Kosten:

                     Wenn es medizinisch sinnvoll und aussichtsreich erscheint,
                     werden von den gesetzlichen Krankenkassen 8
                     Inseminationsversuche im normalen Zyklus, 6
                     Inseminationsversuche im stimulierten Zyklus und 4
                     IVF-Zyklen Übernommen. ICSI ist keine Regelleistung der
                     Kassen, aber die Kosten werden auf Antrag von vielen Kassen
                     erstattet. Bei Frauen Über 40 Jahren ist dafÜr in der Regel ein
                     ärztliches Gutachten erforderlich.

Weitere Voraussetzungen fÜr die Erstattung der Kosten:

                     das Paar muss verheiratet sein
                     beide Partner dÜrfen nicht mit HIV infiziert und nicht an
                     Hepatitis B erkrankt sein.
                     die Frau muss vor Röteln geschÜtzt sein

Adressen:

                     Liste der IVF Zentren in Hessen:
                     Städtische Kliniken Darmstadt,
                     Frauenheilkunde, Professor Dr. G. Leyendecker
                     Grafenstr. 9, 64283 Darmstadt,
                     Tel: 06151-1076151, Fax: 06151-1076249

                     Nordwest Krankenhaus,
                     Professor Dr. S. Trotnow
                     Steinbacher Hohl 2-26, 60488 Frankfurt 90,
                     Tel: 069-76013238, Fax: 069-76013613

                     Klinikum der Philipps-Universität Marburg,
                     Zentrum fÜr Frauenheilkunde und Geburtshilfe,
                     Prof. Dr. Schulz, Pilgrimstein 3, 35037 Marburg,
                     Tel: 06421-286211, Fax: 06421-288969

                     Gemeinschaftspraxis, Dr. Schorsch, Dr. Hahn, Dr. Hoditz,
                     Dr. Schrapper
                     Mainzer Str. 98-102, 65189 Wiesbaden, Tel: 0611-976320,
                     Fax: 0611-9763210

                     weitere Adressen in Deutschland finden Sie beim:

                     Bundesverband Reproduktionsmedizinischer Zentren
                     Deutschlands e. V.
                     Kaiserstr. 7, 66111 SaarbrÜcken, Tel: 0681-373551, Fax:
                     0681-373539
                     Im Internet unter: http://www.repromed.de

                     Frauenklinik der Universität Heidelberg
                     Voss Str. 9, 69115 Heidelberg,
                     Tel.: 06221/56-7901

                     Adressen von Selbsthilfegruppen in Ihrer Umgebung nennt
                     Ihnen:
                     Wunschkind e. V,
                     Lothar Janz
                     Rungestr. 3-6, 10179 Berlin,
                     Tel: 030-69040839

                     Landesverband Pro Familia Hessen:
                     Schichaustr. 3-5, 60314 Frankfurt/M.
                     Tel.: 069/44 70 61

                     Im Internet finden Sie ausserdem unter http://www.ferti.net.
                     weitere Informationen und Literaturhinweise.

Literatur:

                     Kinderwunsch - natürliche Wege zum Baby,
                     Professor Dr. Ingrid Gerhard, Christine Wolfrum,
                     Gräfe und Unzer, ISBN 3-7742-3732-8

                     UnerfÜllter Kinderwunsch - ein Schicksal?,
                     Mögliche Ursachen, Untersuchungen, Behandlungsmethoden,

                     Dr. Thomas Sauter, TRIAS, ISBN 3-89373-272-1

                     Der unerfÜllte Kinderwunsch,
                     Winkler, Ute, Beck´sche Reihe, 1994

                     Wenn die Seele nein sagt,
                     Auhagen-Stephanos, Ute, Rowohlt Taschenbuch, 1991

                     Unfruchtbar durch Umweltgifte,
                     Döring, Hans-Walter, Rowohlt, 1992

                     Ungewollte Kinderlosigkeit,
                     Strowitzki, Thomas, Fischer Verlag, 1996

                     Wie kommt der Mann zum Kind?,
                     Potenz, Zeugungsfähigkeit, Diagnose und Therapie von
                     Störungen,
                     Prof.Dr. Hans H. Pusch, Ariston Verlag, ISBN 3-7205-1927-9

                     Die Gebärmutter: Gezielte Hilfe bei Erkrankungen,
                     Dr. Bernd Kleine-Kunk, TRIAS,
                     ISBN 3-89373-400-7

Fachliteratur:

                     Fortpflanzungsmedizin,
                     Runnebaum, Benno, Rabe, Thomas, Springer Verlag
                     Heidelberg, 1994

                     Moderne Fortpflanzungsmedizin,
                     Tinneberg, Hans-Rudolf und Ottmar, Christoph,
                     Thieme Verlag, 1995

                     Psychosomatik der Sterilität und der
                     Sterilitätsbehandlung,
                     Strauss, Bernhart, Enke Verlag 1991.

                     Zeitschrift:

                     psychomed.
                     Zeitschrift fÜr Psychologie und Medizin,
                     10. Jahrgang/Heft 4,
                     Fruchtbarkeitsstörungen;
                     Bezugsadresse:
                     Ernst Reinhardt Verlag, Postfach 38-0280, 80615 München, Fax: 089/178016-30

Buch-Tipps

„Kinderwunsch. Natürliche Wege zum Baby“
(Autorinnen: Prof. Dr. Ingrid Gerhard, Christine Wolfrum, Verlag Gräfe und Unzer)

„Signale der Fruchtbarkeit“
(Autor: Merryl Winstein, Ehrenwirth Verlag)

„Wir wünschen uns ein Kind“
(Autor: Dr. Wolfgang Frobenius, Midena Verlag)

„Natürlich und sicher. Natürliche Familienplanung – ein Leitfaden“
(Arbeitsgruppe nfp, Ehrenwirth Verlag)

„Wenn das Wunschkind auf sich warten lässt“
(Broschüre des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW)

   
 

HOMEPAGES
Die Kiddysites sollen allen Eltern von Kindern im Alter von 0-6 - und solchen, die es noch werden wollen, - helfen, alle Information zu finden, die sie brauchen.
Kiddy World Promotions B.V. oder www.kiddy-world.de

 

 

  EIN NICHTKOMMERZIELLER WEBAUFTRITT VON GOMICHA.de - LEIPZIG & NÜRNBERG

 

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